Was ist Buy and Maintain?

Buy-and-Maintain-Strategien wollen die Risiken von Anleiheninvestments verringern – durch Diversifikation und einen geringeren Portfolioumschlag, der zu niedrigeren Transaktionskosten führt. Buy-and-Maintain-Strategien haben zwei wichtige Ziele:

  • Die Ineffizienzen von passiven oder indexnahen Ansätzen vermeiden
  • So kostengünstig wie möglich optimale Anleihenerträge erzielen

Das schwierige Anleihenumfeld

Für Unternehmensanleiheninvestoren hat sich die Welt verändert. Weil die Regulierungen strenger geworden und die Eigenkapitalanforderungen gestiegen sind, werden die Märkte immer illiquider. Anleihen lassen sich deshalb nicht mehr so einfach kaufen und verkaufen. Offenbar ist dies ein grundlegender Wandel, der sich nicht umkehren dürfte.

Zugleich sind die laufenden Erträge von Anleihen so niedrig wie nie, sodass die Transaktionskosten die Erträge der Investoren stärker als je zuvor belasten. In diesem neuen Umfeld wird es für Assetmanager immer schwieriger, durch aktives Management Erträge zu erzielen.

Früher waren passive Anlagen die natürliche kostengünstige Alternative zum aktiven Management. Aber wie die Vergangenheit klar zeigt, hat sie erhebliche Nachteile. Dazu zählen eine schwache Diversifikation, die Übergewichtung der am stärksten verschuldeten Anleiheninvestoren und Performanceeinbußen durch die kritiklose Umsetzung ineffizienter Regeln. Deshalb sind passive Anlagen für Unternehmensanleihen wenig sinnvoll. In diesem Umfeld werden Buy-and-Maintain-Strategien immer interessanter.

Warum Buy & Maintain?  

  1. Diversifizierte Anleiheninvestments
  2. Defensive Positionierung
  3. Geringere Kosten und weniger Performanceeinbußen dank eines niedrigeren Portfolioumschlags

Buy and Maintain im Vergleich zu anderen Strategien

Immer mehr Strategien behaupten, kostengünstigen Zugang zu Anleihen zu bieten. Investoren müssen sich daher gut informieren, bevor sie eine Entscheidung treffen. Im Folgenden stellen wir Buy-and-Maintain-Strategien anderen Ansätzen gegenüber:

1. Buy and Maintain im Vergleich zu Buy and Hold

Buy-and-Hold-Strategien sind so konzipiert, dass sie jede Anleihe bis zu ihrer Fälligkeit halten. Damit geht der Investor ein größeres Kreditrisiko ein, weil es zu Zahlungsausfällen kommen kann. 
Bei unserer Buy-and-Maintain-Strategie kontrollieren und managen wir jede Position mit dem Ziel, Verluste zu vermeiden.  Dazu stellen wir das Portfolio auf pragmatische Weise zusammen und überwachen die Risiken.
Zuflüsse durch auslaufende Anleihen und Couponzahlungen werden wieder angelegt. Dabei wollen wir günstige Bewertungen optimal nutzen. Bei Anleihen, die in mehreren Währungen verfügbar sind, wählen wir die günstigste, ohne zusätzliche Laufzeitrisiken einzugehen. 

2.   Buy and Maintain im Vergleich zu passiven Strategien

Typische passive Fonds bilden einen Index nach, der in der Regel am Ende jeden Monats angepasst und nach einem regelbasierten Ansatz gemanagt wird.

Buy-and-Maintain-Strategien folgen keinen starren Regeln.

Beispielsweise sind passive Fonds gezwungen, eine Anleihe zu verkaufen, wenn sie herabgestuft wird – unabhängig von ihrem Kurs. Sie müssen also mitunter Anleihen verkaufen, die vielleicht nie ausfallen – und das ausgerechnet dann, wenn der Markt einen solchen Ausfall befürchtet und die Kurse entsprechend gefallen sind. PDies ist gültig für alle passive Fonds, auch wenn sie nur noch ein Jahr Restlaufzeit haben. Dann verpassen sie Gewinne, wenn sie der Emittent vorzeitig zu pari zurückzahlt.
Bei AXA IM verkaufen wir herabgestufte Anleihen nicht, wenn wir nach umfangreichen sorgfältigen Analysen von der Kreditqualität überzeugt sind. Auch Anleihen, die sich ihrem Laufzeitende nähern, werden nicht automatisch abgestoßen. Das Ergebnis ist niedrigerer Portfolioumschlag.  Die Performance wird weniger stark durch Transaktionskosten belastet.

3. Buy and Maintain im Vergleich zu börsennotierten Fonds (ETFs) 

Um immer ausreichend liquide zu sein, investieren ETFs meist in großem Umfang in die größten und liquidesten Emittenten.  Das kann dazu führen, dass ETFs marktkapitalisierte Indizes abbilden, deren Schwerpunkt die am höchsten verschuldeten Emittenten sind.  Beispielsweise haben die größten zehn Emittenten des ICE Bank of America Global Corporate Bond Index einen Indexanteil von 25%. Bei einer Konzentration auf wenige große Emittenten unterliegen Investoren systemischen Risiken und sind besonders betroffen, wenn es zu einer Preisblase kommt.
Buy-and-Maintain-Strategien werden nach einem Top-down-Ansatz gemanagt. Ziel ist, Risiken zu verringern, indem man derartige Indexschwerpunkte (wie Sektoren mit Preisblasen) umgeht. Hinzu kommen sorgfältige Einzelwertanalysen, um besonders schwache oder überbewertete Sektoren zu meiden. Ein passiver Fonds hat diese Möglichkeit nicht.
Buy-and-Maintain wurde für Investoren entwickelt, die die hohen Kosten aktiver Strategien nicht mehr hinnehmen möchten und die Ineffizienzen passiver Indexstrategien meiden wollen.  Die Strategie ist ein Mittelweg zwischen den beiden Ansätzen und kombiniert das Beste aus beiden Welten: kompetente Titelauswahl und Portfoliokontrolle mit der Aussicht auf Mehrertrag und die Kostenvorteile des passiven Managements.  

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